Igelzecke – Gefährlich für den Menschen?

Liebe Igelfreunde,

Zecken sind lästige Parasiten und können gefährliche Erreger von Krankheiten übertragen. Für die meisten von uns sind sie aber einfach nur nervig und ein bisschen eklig. Die Schmarotzer lauern wirklich überall, um sich dann im richtigen Moment an einen Wirt zu haften.

Igelzecke©Dr. A. v. Lindeiner

Igelzecke©Dr. A. v. Lindeiner

Gerade Igel sind für Zecken ideale Wirtstiere. Durch das Stachelkleid ist die Zecke nämlich wunderbar gegen äußere Einwirkungen geschützt. Es stimmt, Igel können viele Zecken bekommen! Ein Gerücht ist hingegen, dass ein Igel im Garten das Risiko für uns Menschen erhöht, ebenfalls von einer Zecke befallen zu werden.

Zecken lieben feuchtwarmes Wetter und davon haben wir 2016 ja leider genug. In Deutschland gibt es ca. 20 verschiedene Zeckenarten aber nur 5 sind häufig. Darunter auch die „Igelzecke“. Unser namensgebender Stachelmann ist für die „Igelzecke“ sogar der wichtigste Wirt. Diese Zecke interessiert sich vorwiegend für reine Fleischfresser und weniger für uns Menschen, dabei leben sie entweder am Wirt oder warten in dessen Bau auf ihn. Wir Menschen kommen mit der Igelzecke eigentlich nur durch unsere Hunde oder Katzen in Kontakt. Das heißt aber nicht, dass Haustierbesitzer oder Igelpfleger zwangsläufig von der Igelzecke gestochen werden. Das Gegenteil ist der Fall! Für Menschen im Allgemeinen ist sie relativ ungefährlich.

Deshalb gilt: Bitte keine Panik vor Igel im Garten.

Fazit: Ein Naturgarten lebt und wahrscheinlich gibt es hier auch mehr Zecken als in einem sterilen Garten. Aber sehen wir es positiv! Fühlen sich Wildtiere bei uns wohl, ist das für uns eine prophylaktische Zeckenschutzmaßnahme. Denn Igel und Co. kriechen überall dort rum, wo wir nicht hinkommen und lenken so die Zecken von uns ab.

Tipp: Beim Putzen des Igelhauses sollten Sie jedoch besonders aufmerksam sein, denn da warten auch die meisten Zecken auf einen neuen Wirt.

Liebe Grüße

Martina Gehret