Hallo, mein Name ist Annika Lange.

© Oliver Witting

Ich arbeite im Referat Artenschutz des Landesbunds für Vogelschutz in Hilpoltstein. Beim LBV kümmere ich mich unter anderem um das Forschungsprojekt Igel in Bayern. Deshalb werde ich Sie in diesem Blog zum Thema Igel auf dem Laufenden halten. Sollten Sie Fragen zu Igeln haben, wenden Sie sich gerne jederzeit an igel@lbv.de

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Annika Lange

 

 

 

Igel jetzt zufüttern

Aktuelles aus dem Archiv – 11.10.2016

 

Haben auch Sie einen Jungigel entdeckt, der manchmal sogar tagsüber unterwegs ist und nach Futter sucht? Dann unterstützen Sie ihn bitte JETZT mit einer Zufütterung in Ihrem Garten.

Tagaktives IgelkindNur wenige Jungigel mit einem Gewicht unter 500 Gramm überstehen den ersten Winterschlaf erfolgreich. Entscheidende Faktoren – neben dem Körpergewicht – sind übrigens auch die Qualität des Winterquartiers und der Verlauf des Winters.

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Was sagt das Gewicht über einen Igel aus?

Hin und wieder begegnet man Igeln in der Natur. Im Spätfrühling oder Frühsommer handelt es sich meist um gesunde, kräftige Tiere, die im Garten, in Gebüschen oder am Straßenrand unterwegs sind, doch ab August oder September besteht zunehmend die Chance, auf kleine Igel zu treffen, die allein oder nur mit Geschwistern unterwegs sind. Bei diesen Igeln fragt man sich dann schnell: soll ich hier eingreifen?

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Herbst©Dr. E. Pfeuffer

Kuschelburg für Igelkinder – Trocken durch den Herbst

Aktuelles aus dem Archiv: 20.09.2016.

 

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Unser Igel hat wieder mehr Zeit, sich um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu kümmern. Das große Fressen hat begonnen. Es gibt zu dieser Jahreszeit nichts was Mecki mehr liebt, als mit einem vollen Bäuchlein im Trockenen zu sitzen. Unerfahrene Jungigel haben aber ihre zeitlichen Probleme mit dem Wohnungsbau. Die Qualität der Überwinterungsquartiere ist bei Jungtieren oft um ein Vielfaches schlechter als bei erfahrenen Igeln. Bitte unterstützen Sie die „jungen Wilden“ bei der Wohungssuche.

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verwaister Babyigel ©T.Roedl

Hilfsbedürftige Igelkinder

Liebe Igelfreunde,

im August kommen die meisten Igelkinder zur Welt. Nach 35 Tagen Tragzeit werden durchschnittlich vier bis sechs Igelsäuglinge geboren. Die Augen und Ohren sind noch zwei Wochen lang geschlossen.

11 Tage alte Igelkinder

elf Tage alte Igelkinder©Dinter

Ungefähr 24 Tage werden die Babys im Nest ausschließlich mit Muttermilch versorgt. Stoßen die ersten Milchzähnchen durch, werden die Jungen aktiver. Jetzt müssen sie lernen, was fressbar ist und was nicht, und zwar ohne Igelmutter. Die hat nämlich während der Jungenaufzucht einen riesigen Hunger und sucht in einem viel weiteren Umkreis nach Futter als ihr Nachwuchs. Das bedeutet: Igelmütter gehen nachts selbst auf Beutefang. Erst wenn der Morgen dämmert, trifft sich die Igelfamilie wieder im Wurfnest. Die Jungenaufzucht dauert insgesamt 6 Wochen. Im Idealfall wiegen die Jungigel dann um die 250 Gramm.

Wann brauchen Igelbabys unsere Hilfe?

  1. Manchmal wird ein Igelnest durch Gartenarbeiten zerstört. Die Igelmutter flüchtet zunächst und lässt ihren Nachwuchs zurück. Das muss noch nichts heißen. Erst wenn die Mutter auch nach zwei Sunden nicht zum Nest zurückkehrt, brauchen die Jungen unsere Hilfe.

    Babytransport©Dinter

    Babytransport©Dinter

  2. Tagaktive kleine Igelsäuglinge kriechen nur aus dem Nest, wenn die Mutter nicht da ist und sie schon längere Zeit nicht mehr gesäugt wurden. Auch dann brauchen die Tiere dringend unsere Hilfe.

Was ist zu tun?

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Blumenwiese im Garten ©Peter Bria

Dein Rasen kann mehr – bunte Blühflächen im Garten

Blühflächen und Blumenwiese lassen auch das Herz eines Igels höher schlagen.

Jetzt ansäen! Bunte Blüh-Inseln im Garten.

Jeder artenarme Rasen lässt sich in eine bunte Wiese verwandeln. Blumenwiesen bieten für unsere tierischen Gartenbewohner einen wichtigen Lebensraum.

Aber Achtung! Die Neuanlage mit einer heimischen Blumenwiesenmischung mit Kräutern lässt sich zwar schnell verwirklichen, aber Blühflächen reagieren empfindlich auf Trittbelastung. Deshalb mein Gartentipp:

  • Wer gerne Rasen und eine Blumenwiese haben möchte, kann Blüh-Inseln anlegen. Durch die inselartige Anlage sind Kinder keiner erhöhten Gefahr ausgesetzt, auf eine Biene zu treten.
  • Lassen Sie die verblühten Blumen im Herbst einfach stehen, denn samenfressende Vögel freuen sich über die energiereichen Samenstände.

Und so geht’s

Mehr Infos zum Thema Blühflächen anlegen  gibt es HIER.

Viel Spaß dabei.

Liebe Grüße

Martina Gehret

 

Igel-Mustergarten©N.Wogurek

Igel-Mustergarten

Liebe Igelfreunde,

nach über vier Jahren intensiver Projektarbeit und der Datenerhebung lebender und toter Igel durch Bürgerforscher und beteiligte Berufspendler wissen wir: Unsere Igel haben zunehmend Probleme damit, gute Reviere zu finden, in denen sie gesund leben, satt werden und den Winterschlaf störungsfrei überleben können.

Helfen kann jeder

Igel im Garten © Walk Tilman

Igel im Garten© Walk Tilman

Artenschutz im eigenen Garten kann sogar richtig Spaß machen. Insektenhotels, Laubhaufen, Holzstapel, blühende Wiesen, Igelhäuser oder giftfreies Gärtnern – wer im eigenen Garten etwas für unsere Igel tun möchte, hat viele Möglichkeiten. Neben Nisthilfen sollte jeder darauf achten, wichtige Futterpflanzen für Insekten anzupflanzen. Auch der Zeitpunkt des Rückschnitts verblühter Blumen spielt für die Artenvielfalt eine wichtige Rolle. Was der Igel alles zum Überleben braucht, können Sie ab September im Igel-Mustergarten am Lindenhof erfahren.

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Igel und Wasser©Ralph Sturm

Wasser zum Frühlingsbeginn

Liebe Igelfreunde,

es geht wieder los: die ersten wärmeren Sonnenstrahlen wecken bereits einige Igel auf. Auch wenn es momentan nur wenig Futter gibt, ist dieses Verhalten normal. Viele Igel wechseln jetzt nochmal das Winterquartier, andere beginnen aktiv mit der Futtersuche. Sollte es nochmal kalt werden, zieht sich der ein oder andere Igel vielleicht erneut zurück. Frostige Nächte werden lieber in einem kuscheligen und trockenen Quartier verbracht.

Bitte beachten: Alle Langschläfer verspüren zunächst großen Durst!

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kranker Igel ©M.Wagner

Hygiene-Regeln gegen Krankheitserreger

Liebe Leserinnen und Leser,

Igel leiden an einer Vielzahl von Parasiten und Erregern von Krankheiten. Einige bakterielle Infektionen, Viren und Hautpilze zählen dabei zu den Zoonosen und sind von den Tieren auf den Menschen übertragbar. Einfache Hygiene-Regeln können schon helfen, mögliche Infektionen zu verhindern. Sie schützen nicht nur uns Menschen, sondern auch nachhaltig unsere Igel. 

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