Martina Gehret@LBV

Martina Gehret@LBV

Hallo, mein Name ist Martina Gehret. Ich arbeite im Referat Artenschutz des Landesbunds für Vogelschutz in Hilpoltstein. Beim LBV kümmere ich mich um das Forschungsprojekt Igel in Bayern und werde Sie in diesem Blog laufend über Aktuelles und Interessantes informieren. Sie können mir gerne jederzeit unter igel@lbv.de schreiben. Ich freue mich sehr auf Ihre Beiträge als Bürgerforscher.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Martina Gehret

verwaister Babyigel ©T.Roedl

Hilfsbedürftige Igelkinder

Liebe Igelfreunde,

im August kommen die meisten Igelkinder zur Welt. Nach 35 Tagen Tragzeit werden durchschnittlich vier bis sechs Igelsäuglinge geboren. Die Augen und Ohren sind noch zwei Wochen lang geschlossen.

11 Tage alte Igelkinder

elf Tage alte Igelkinder©Dinter

Ungefähr 24 Tage werden die Babys im Nest ausschließlich mit Muttermilch versorgt. Stoßen die ersten Milchzähnchen durch, werden die Jungen aktiver. Jetzt müssen sie lernen, was fressbar ist und was nicht, und zwar ohne Igelmutter. Die hat nämlich während der Jungenaufzucht einen riesigen Hunger und sucht in einem viel weiteren Umkreis nach Futter als ihr Nachwuchs. Das bedeutet: Igelmütter gehen nachts selbst auf Beutefang. Erst wenn der Morgen dämmert, trifft sich die Igelfamilie wieder im Wurfnest. Die Jungenaufzucht dauert insgesamt 6 Wochen. Im Idealfall wiegen die Jungigel dann um die 250 Gramm.

Wann brauchen Igelbabys unsere Hilfe?

  1. Manchmal wird ein Igelnest durch Gartenarbeiten zerstört. Die Igelmutter flüchtet zunächst und lässt ihren Nachwuchs zurück. Das muss noch nichts heißen. Erst wenn die Mutter auch nach zwei Sunden nicht zum Nest zurückkehrt, brauchen die Jungen unsere Hilfe.

    Babytransport©Dinter

    Babytransport©Dinter

  2. Tagaktive kleine Igelsäuglinge kriechen nur aus dem Nest, wenn die Mutter nicht da ist und sie schon längere Zeit nicht mehr gesäugt wurden. Auch dann brauchen die Tiere dringend unsere Hilfe.

Was ist zu tun?

Weiterlesen
Ganzjahresfütterung - Dieter Hopf

Igel-Ganzjahresfütterung

Liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde,

die Igel-Ganzjahresfütterung ist ein viel diskutiertes Thema. Der Trend, Wildtiere zu füttern, nimmt stark zu. Gerade im städtischen Siedlungsraum mit einer hohen Flächenversiegelung und kleinen Gärten kann die Insektennahrung schon mal knapp werden. Aus diesem Grund richten immer mehr Gartenbesitzer Futterstellen ein. Aber es gibt Schattenseiten. Wir möchten Sie über die Vor- und Nachteile der Fütterung von insektenfressenden Wildtieren aufklären.

Weiterlesen
kleine Igel passen darunter @M.Gehret

Mähroboter im Test

Liebe Naturfreunde,

Mähroboter sind weiterhin auf dem Vormarsch. In Sachen Sicherheit bleibt jedoch alles beim Alten. 

Vielleicht erinnern Sie sich noch? Bereits 2016 habe wir ausführlich zum Thema Mähroboter berichtet und die fehlende Sicherheit gegenüber unseren nachtaktiven Gartentieren kritisiert. Hier gerne nochmals zum Nachlesen: Achtung vor Mährobotern im Garten.

 

Bis heute hat sich an der schlechten Sicherheit nichts geändert. Stiftung Warentest hat nun 2018 einen erneuten Test durchgeführt. Acht Geräte wurden geprüft. Für die Sicherheit aller getesteten Mähroboter gab es nur ein „ausreichend“. Zwei Rasenroboter fielen wegen der Sicherheitsmängel sogar komplett durch.

Weiterlesen
Igel im Garten - Peter Bria

Katzenschreck – Ultraschallgeräte im Garten

Viele Versprechen, aber nichts dahinter

Liebe/r Naturschützer/in,

Wildtiere im Garten bereichern unser Leben. Streunende Katzen dagegen nerven oft. Und der Katzen- und Hundekot im Vorgarten erst recht. Viele Betroffene greifen dann auf sogenannte „Tiervertreiber mit Ultraschall“ zurück. Diese Geräte senden ein akustisches Signal aus, dass auf viele Tiere abschreckend wirken soll.

Weiterlesen

Futter im Frühjahr

Liebe Igelfreunde,

erwacht auch Ihr Garten so langsam zu neuem Leben? Mit den steigenden Temperaturen im April erhöht sich auch die Anwesenheit saisonaler und sommerlicher Insekten. Für den Igel bedeutet das: Spätestens ab Mai ist der Futtertisch wieder so reich gedeckt, dass die Zufütterung für alle „Frühaufsteher-Igel“ eingestellt werden kann. Über Wasser und einen struktur- und artenreichen Garten freuen sich aber alle Gartentiere das ganze Jahr über.

Weiterlesen

Pendlerreport 2017

Liebe Igelfreunde,

die Auswertung der Berufspendler-Daten 2017 ergab, dass die Teilnehmer im Schnitt nur noch alle 3,7 km einen toten Igel fanden. Letztes Jahr waren es noch alle 3,3 km. Die meisten Igel wurden während der Igel-Paarungszeit von Mitte Mai bis Mitte Juli überfahren. In diesem Zeitraum kamen die Pendler im Schnitt alle 308 km an einem überfahrenen Igel vorbei.

Weiterlesen