Martina Gehret@LBV

Martina Gehret@LBV

Hallo, mein Name ist Martina Gehret. Ich bin Diplom-Ingenieurin für Wald- und Forstwirtschaft mit dem Schwerpunkt Wildtiermanagement. Beim LBV kümmere ich mich um das Forschungsprojekt Igel in Bayern und werde Sie in diesem Blog laufend über Aktuelles und Interessantes informieren. Sie können mir gerne jederzeit unter igel@lbv.de schreiben. Ich freue mich sehr auf Ihre Beiträge als Bürgerforscher.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre
Martina Gehret

Futter im Frühjahr

Liebe Igelfreunde,

erwacht auch Ihr Garten so langsam zu neuem Leben? Mit den steigenden Temperaturen im April erhöht sich auch die Anwesenheit saisonaler und sommerlicher Insekten. Für den Igel bedeutet das: Spätestens ab Mai ist der Futtertisch wieder so reich gedeckt, dass die Zufütterung für alle „Frühaufsteher-Igel“ eingestellt werden kann. Über Wasser und einen struktur- und artenreichen Garten freuen sich aber alle Gartentiere das ganze Jahr über.

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Pendlerreport 2017

Liebe Igelfreunde,

die Auswertung der Berufspendler-Daten 2017 ergab, dass die Teilnehmer im Schnitt nur noch alle 3,7 km einen toten Igel fanden. Letztes Jahr waren es noch alle 3,3 km. Die meisten Igel wurden während der Igel-Paarungszeit von Mitte Mai bis Mitte Juli überfahren. In diesem Zeitraum kamen die Pendler im Schnitt alle 308 km an einem überfahrenen Igel vorbei.

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Igelhaus@Gehret

Igel-Winternester: 5 Tipps zum Erfolg

Liebe Igelfreunde,

Igel verstecken sich tagsüber in Schlafnestern aus Laub und Gras, z.B. unter umgestürzten Baumstämmen, in Hohlräumen, Höhlungen, hinter angelehnten Brettern oder in Laub-, Reisig- oder Komposthaufen. Es gibt immer mehrere, in ihrem Aktionsraum verteilte Schlafnester, zwischen denen sie wechseln. Beliebt als Nest-Standort für den Winter ist jedoch eine dornige dichte und wilde Hecke.

Fehlen diese Nischen in einem Igel-Lebensraum, werden sehr gerne auch Nester in Ställen und Scheunen, unter Geräteschuppen und Holzterrassen oder eben in fertigen Igel-Winterhäusern angelegt. Wir haben fünf Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie dem Igel am besten über den Winter helfen können:

#Tipp 1: Laub liegen lassen

Hat der Igel seinen Winterschlafplatz ausgewählt, beginnt er mit einem sorgfältigen Nestbau, bei dem er für den Innenausbau vor allem Laub nutzt. Das Nestmaterial sammeln die Igel mit dem Maul im Umkreis von einigen Metern zum Nestplatz. Sie laufen dafür nicht sehr weite Strecken. Steht also kein Baumaterial zur Verfügung, wird der Igel dort auch kein Nest anlegen. 

 

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Gartenarbeit mit Todesfolge

Erst gucken, dann Mähen

Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt im Frühherbst geht es wieder los: Die Gärten und Parkanlagen werden winterfit gemacht!

Leider oft ziemlich rabiat. Am vergangen Dienstag entdeckte Birgit E. auf einer Parkanlage in der Fasanerie, Pappelallee Ecke „Am Blütenanger“ in München zwei Igelkinder. Die Mutter lag tot daneben. Die Fläche wurde zuvor von der Stadt München mit einem großen Mäher „gepflegt“. Der kleine Igelnachwuchs wog gerade einmal 115 Gramm.

Tote Igelmutter mit Igelkinder@Birgit Eisend

Tote Igelmutter mit Igelkinder | © Birgit Eisend

Musste das sein? Hätte man die Fläche nicht vorher ablaufen können, anstatt blindlings zu mähen? Übrigens: Solche Verletzungen mit Todesfolge gibt es Unzählige. Nicht nur in Parkanlagen, sondern auch in privaten Gärten. Das hier ist kein Einzelfall. Bitte kontrollieren Sie die zu bearbeitende Fläche BEVOR Sie mit der Gartenarbeit beginnen. Dankeschön!

Martina Gehret

P.S.: Den Igelkindern geht es gut. Sie werden jetzt in einer privaten Igelstation betreut.

Igelbuch: Igel ganz nah

Liebe Leserinnen und Leser,

mittlerweile haben rund 20.000 Naturfreunde an unserem LBV-Mitmachprojekt „Igel in Bayern“ teilgenommen. Das ist großartig! Viele von ihnen haben mir dabei ihre Geschichten und Erlebnisse erzählt. Und alles was ich dabei gehört, gelernt und erlebt habe, habe ich nun für Sie aufgeschrieben. Ab Oktober wird im Handel das erste LBV-Igelbuch erhältlich sein!

Coverbild- Igel ganz nah

Coverbild- Igel ganz nah

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Der Durchgangsgarten

Liebe Igelfreunde,

besonders wohl fühlt sich der Igel in reich strukturierten, naturnahen Gärten, in denen er ausreichend Nahrung, Wasser und Verstecke findet. Auf seinen nächtlichen und manchmal sogar kilometerlangen Streifzügen vertilgt er je nach Jahreszeit die unterschiedlichsten Futtertiere. Aber eigentlich gilt: Gefressen wird, was vor die Schnauze kommt:

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Igel im Liebesrausch – Todesfalle Bundesstraßen

Liebe Igelfreunde,

jedes Jahr dasselbe Trauerspiel. Tausende Igel finden gerade im Juni und Juli den Straßentod in Bayern. Allein in diesem Monat wurden uns bisher 1250 tote Tiere gemeldet. Besonders gefährdet sind männliche Tiere, die in ihrem Liebesrausch eine passende Partnerin suchen. Dabei kann ein Igelmännchen schon mal 5 Kilometer in einer Nacht zurücklegen. Bahntrassen, Straßen und auch Gartenzäune zerstückeln Igel-Reviere und lassen „Barrierefreiheit“ erst richtig wie ein Fremdwort klingen. Im Durchschnitt überquert ein Igel sogar 12 Straßen in einer Nacht!

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