Ergebnis der Meldeprojektes 2020

Über 19 000 Igel gemeldet – Rekordbeteiligung während der Corona-Beschränkungen

Bis Anfang Oktober war die Beteiligung am LBV-Projekt Igel in Bayern so hoch, wie seit drei Jahren nicht mehr. Auch hier zeigte sich ähnlich wie bei der Mitmach-Aktion Stunde der Gartenvögel ein Effekt durch Corona, weil die bayerische Bevölkerung mehr Zeit in der Natur vor der eigenen Haustür verbrachte: Im April 2020 wurden knapp 4.600 Igel gemeldet, so viele wie noch nie in diesem Monat. Insgesamt wurden über 19 000 Igel gemeldet. Ein Viertel der Meldungen waren Totfunde, doch die meisten gemeldeten Igel waren wohlauf. Nach wie vor ist der Verkehr eine der stärksten Bedrohung für die Igel: 91 Prozent der tot gemeldeten Igel fielen in diesem Jahr dem Straßenverkehr zum Opfer.

 

15 Prozent der gemeldeten Igel wurden bei Tag beobachtet. Tagaktivität ist fast immer ein Zeichen für Unterernährung oder Krankheit. Deshalb sollte man tagaktive Igel sofort mit Nahrung versorgen und ihnen täglich Futter wie hochwertiges Katzenfutter gemischt mit etwas Haferflocken oder Weizenkleie im Garten zur Verfügung stellen. Wenn Igel torkeln, röcheln, apathisch sind oder Durchfall haben, sollten sie zu einem igelkundigen Tierarzt gebracht werden.

Was sagt das Gewicht über einen Igel aus?

Hin und wieder begegnet man Igeln in der Natur. Im Spätfrühling oder Frühsommer handelt es sich meist um gesunde, kräftige Tiere, die im Garten, in Gebüschen oder am Straßenrand unterwegs sind, doch ab August oder September besteht zunehmend die Chance, auf kleine Igel zu treffen, die allein oder nur mit Geschwistern unterwegs sind. Bei diesen Igeln fragt man sich dann schnell: soll ich hier eingreifen?

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