Igel-Mustergarten©N.Wogurek

Igel-Mustergarten

Liebe Igelfreunde,

nach über vier Jahren intensiver Projektarbeit und der Datenerhebung lebender und toter Igel durch Bürgerforscher und beteiligte Berufspendler wissen wir: Unsere Igel haben zunehmend Probleme damit, gute Reviere zu finden, in denen sie gesund leben, satt werden und den Winterschlaf störungsfrei überleben können.

Helfen kann jeder

Igel im Garten © Walk Tilman

Igel im Garten© Walk Tilman

Artenschutz im eigenen Garten kann sogar richtig Spaß machen. Insektenhotels, Laubhaufen, Holzstapel, blühende Wiesen, Igelhäuser oder giftfreies Gärtnern – wer im eigenen Garten etwas für unsere Igel tun möchte, hat viele Möglichkeiten. Neben Nisthilfen sollte jeder darauf achten, wichtige Futterpflanzen für Insekten anzupflanzen. Auch der Zeitpunkt des Rückschnitts verblühter Blumen spielt für die Artenvielfalt eine wichtige Rolle. Was der Igel alles zum Überleben braucht, können Sie ab September im Igel-Mustergarten am Lindenhof erfahren.

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Igel und Wasser©Ralph Sturm

Wasser zum Frühlingsbeginn

Liebe Igelfreunde,

es geht wieder los: die ersten wärmeren Sonnenstrahlen wecken bereits einige Igel auf. Auch wenn es momentan nur wenig Futter gibt, ist dieses Verhalten normal. Viele Igel wechseln jetzt nochmal das Winterquartier, andere beginnen aktiv mit der Futtersuche. Sollte es nochmal kalt werden, zieht sich der ein oder andere Igel vielleicht erneut zurück. Frostige Nächte werden lieber in einem kuscheligen und trockenen Quartier verbracht.

Bitte beachten: Alle Langschläfer verspüren zunächst großen Durst!

Wassertränke von C. Bria

Wassertränke | © C. Bria

Deshalb mein Frühlingstipp für Sie: Tränken anbieten und Wasserstellen anlegen

Wasser belebt jeden Garten. Größere Wasserflächen bereichern Gärten nicht nur optisch, sie sind auch wertvolle Lebensräume.

Wer keinen Platz für einen Teich in seinem Garten hat, kann eine flache Schale oder einen stabilen Topfuntersetzer aufstellen.

Wichtig: Tränke und Wasserstelle bitte sauber halten und täglich frisches Wasser nachfüllen. Teiche und größere Wasserstellen sollten für Kleintiere wie Igel unbedingt eine Ausstiegsmöglichkeit bieten. Hilfreich sind hier Steine, Wurzeln oder einfach nur ein Brett, das ins Wasser reicht.

Igel können zwar schwimmen, tun dies aber nur, um auf ihrer Wanderung kleinere Gewässer zu überqueren.

Liebe Frühlingsgrüße

Martina Gehret

 

kranker Igel ©M.Wagner

Hygiene-Regeln gegen Krankheitserreger

Liebe Leserinnen und Leser,

Igel leiden an einer Vielzahl von Parasiten und Erregern von Krankheiten. Einige bakterielle Infektionen, Viren und Hautpilze zählen dabei zu den Zoonosen und sind von den Tieren auf den Menschen übertragbar. Einfache Hygiene-Regeln können schon helfen, mögliche Infektionen zu verhindern. Sie schützen nicht nur uns Menschen, sondern auch nachhaltig unsere Igel. 

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Igelkind vor seinem Winterquartier

Aktiv im Winter

Liebe Igelfreunde,

der Winterschlaf eines Igels dauert in der Regel von November bis April. Einige Tiere verschlafen sogar noch den ganzen Mai – das ist nicht ungewöhnlich. Gewinnt die Wintersonne an Kraft und erwärmt den Igelbau, nutzen die Tiere gerne die zusätzliche Energiequelle für eine Unterbrechung des Winterschlafs.

Manche Igel werden sogar richtig aktiv und wandern einige Tage umher. Schnell wird jedoch klar, dass es noch keine natürlichen Futterquellen gibt. Als Reaktion auf die fehlenden Futtertiere ziehen sich die typischen Insektenfresser wieder zurück und schlafen weiter.

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